Deutsch Wagram – Erdpress Victor

Deutsch Wagram. Storchenbräulauf. Seit Jahren einer am besten besetzten Läufe des Cups. Die letzten 3 Jahre dominierte ein verrückter Ire mit 30er Zeiten das Feld. Aber auch sonst waren immer sehr gute Athleten vertreten. Meist ein Streichresultat für die Vielläufer. Ich fuhr mit der Einstellung nach Wagram mich nur voll ausgeben zu wollen, wenn ich um den Sieg mitlaufen könnte weil ich mich ansonsten lieber für die Eiserne Reblaus in Unterstinkenbrunn (8km Laufen, 40km Rad, 500m Schwimmen) am kommenden Morgen schonen wollte. Kollege Helmut Müllner verfolgte ähnliche Gedanken. Schon nach dem Start zeigte sich allerdings das heute mein Tag gekommen war. Ich befand mich in einem Dreikampf mit Pepi Pernold (LAC Harlekin) und Thomas Cserko (ULT Deutsch-Wagram). Alles Gegner, die auf einem ähnlichen Niveau laufen, denen ich aber zuletzt immer einen kleinen Schritt voraus war. Ich wollte diesen Sieg unbedingt. Ich ließ Pepi Pernold vor mir laufen, um mich ja nicht zu früh zu verausgaben und setzte mich erst in der letzten Runde vor. Ich wollte es ganz sicher nach Hause bringen. So entstand am Ende offen gesagt eine nicht berauschende Siegerzeit von 36:05. Nicht die Zeit, sondern das Resultat war mir an diesem Tag das wichtigste. Ganz große Gegner waren nicht gekommen. Die Götter haben mich gehört und ich hab jetzt endlich auch meinen ersten Laufcupsieg. Nach 8 zweiten Plätzen hatte ich schon selbst etwas gezweifelt. Ich denke, dass jetzt auch ein Stück Ballast von mir gefallen ist und ich hinkünftig etwas befreiter zu den Wettkämpfen kommen kann. Ein großes Ziel ist erreicht.

Die Müll(n)erbuam brachten wie gewohnt auch hervorragende Leistungen und finishten auf den Plätzen 5 und 6. Und so kam es wie sooft, dass 3 Erdpresser mit Jahrgang 1977 am Podium der Klasse M35 standen. Leider war die Personaldecke aus Erdpresser Sicht auch diesmal äußerst dünn. Nur mehr Herbert fand auch den Weg nach Wagram. Diese schwache Mannstärke spiegelt auch das insgesamt sehr reduzierte gesamte Teilnehmerfeld in Wagram wieder. Im Vorjahr waren wir deutlich dichter aufgestellt. Dem Häuptling gelang es wie üblich die Siegerin des Laufes Katharina Leuthner samt Vater für Erdpress zu gewinnen, sodass sich noch eine Mannschaft ausging. Maximilian Müller finishte als 10. bei den U6.

LC Erdpress. Ehre und Stärke. https://www.youtube.com/watch?v=KpQgK-59ZgY