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Sport-Gastein 2020

 

Damit der Obmann des LC Erdpress auch heuer bei der Weihnachtsfeier etwas zu berichten hat, machten sich planmäßig 9 Athleten des LC Erdpress ausgerüstet mit Mund-Nasen-Schutz und Wanderschuhen nach Sport-Gastein in den Nationalpark Hohe Tauern zur diesjährigen Extremwandertour auf. Tag 1 begann früh wie immer mit pünktlicher Abfahrt um 5 Uhr, um noch möglichst viel vom ersten Tag zu haben. Nachdem gegen 10 Uhr der Bus am Parkplatz abgestellt war begann der Aufstieg zur Hagener Hütte, wo wir die erste Nacht verbringen sollten. Angeblich soll die Grenze zwischen Salzburg und Kärnten quer durch die Hütte laufen wie uns der schwer zu verstehende Lavantthaler Hüttenwirt samt seinem Sohn erklärte. Die Hütte war in einem sehr geräumigen und sauberen Zustand. Heisses Wasser für 2 Euro. Die Küche der aus der Buckligen Welt zugeheirateten Frau ein Traum. Lediglich den rüden Hüttenwirt samt Sohn musste man aushalten. Für einen Erdpresser sollte der Hüttenaufstieg noch nicht genügen und so erklommen wir auch noch auf Empfehlung des Hüttenwirts die Geislspitze auf 2974m. Am ersten Tag waren wir in 4,5h etwa 14km gewandert. Gegen Abend arrangierten wir uns erwartungsgemäß mit dem Wirten und so durfte uns dieser selbst bis in die leicht überzogene Sperrstunde noch bedienen bis örtliche Köstlichkeiten, wie der Apfelmost, zur Neige gingen.

Am nächsten morgen wurde schon früh gefrühstückt, denn der Löwenanteil der Wanderung sollte vor uns liegen. An einem abermals heißen Tag ging es verhältnismäßig lange schräglängs zwischen Schneefeldern den Bergen entlang. Das Ziel sollte Schareck auf 3122m Höhe sein. Dabei mussten wir unter anderem den Mölltaler Gletscher hinauf, auf dem noch immer Schibetrieb herrscht. Für viele von uns war es wohl das erste Mal, im August den Leuten auf der braunen Piste beim alpinen Schisport zuzuschauen. Ein fragwürdiges Schauspiel. Die Route führte teils am Rand der Schipiste rauf. Oben angelangt war es nur mehr ein Hüpfer rüber nach Schareck zum Gipfelkreuz. Ein imposantes Bild. Teils hangen graue Regenwolken herum und dennoch stach die Sohne in den weissen Schnee. Das nächste Ziel war das Niedersachsenhaus, das am Ende des langen vor uns drehenden Kammes liegt. Wie wir erfahren haben, haben die Deutschen hier als erster um 1900 Schutzhütten für Wanderer errichtet, und so tragen manche eben deutsche Namen. Der nun anstehende Teil der Wanderung war wohl der schönste aber auch anspruchsvollste und auch gefährlichste Abschnitt. Teils musste man auf Stahlseilen und Bolzen Halt suchen. Wie Hanibal mit seinen (Baby)Elefanten in den Alpen krochen wir teils entlang des Kammes. Wer gerne fotographiert, fand ständig ein geiles Motiv gefolgt von dem nächsten. Nachdem es glücklicherweise nur kurz tröpfelte, entschlossen wir uns am Kamm zu bleiben und keine andere Route, die sich nach an der Herzog-Ernst-Spitze angeboten hatte zu nehmen, da dessen Ziel nicht 100%ig klar war. An der Herzog-Ernst-Spitze machten wir eine seltsame Erfahrung. An den Haarspitzen bzw am Kopf fühlte man ständig eine elektrische Spannung. Auch an den Händen, wenn man diese gegen den Himmel streckte. Im Nachhinein, als wir schon abends in der nächsten Hütte saßen, erklärte man uns, dass das die Vorboten der bald in der Umgebung einschlagenden Blitze sind, und das man aus diesen Zonen eigentlich schnell verschwinden sollte. Der Kamm zwischen der Herzog-Ernst-Spitze und dem nächsten Zwischenziel, der Niedersachsenhütte, sollte sich als ziemlich lang und aufregend erweisen. Immer wieder türmten sich nach den einzelnen Erhöhungen neue dahinter liegende Auf und Abs auf. Nach dem Niedersachsenhaus ging es nur mehr abwärts, um die selbst bei anderen Hüttenbetreibern teils unbekannte Gaischniggalm zu erreichen, die auf etwa 1700m Höhe liegt. Nach etwa 22km und einer reinen Gehzeit von 8h erreichten wir die schöne Gaischnigghütte, die ein älteres Paar erst vor 13 Jahren selbst errichtet hatte. Das Paar betreibt in Rauris eine Landwirtschaft mit etwa 50 Kühen und kommt von Juni bis Spetember mit genau 4 Kühen, 3 Schweinen, einem Hund und eine  Hasen auf die Alm, um dort Wanderer aufzunehmen und teils mit eigenen Produkten (Butter, Milch, usw) zu versorgen. Die Gaischnigghütte und das gesamte Anwesen in diesem Talende lag wie in einem Märchen vor uns. Alles rund herum wurde mit viele Liebe zum Detail vorwiegend aus Holz errichtet. Mit der niedergehenden Sonne aßen wir 9x Kaspresssuppe und Speck mit Ei. Am Abend nahm das Hüttenwirtepaar samt ihrer Praktikantin bei uns Platz am Tisch. Am nächsten Morgen mussten die 4 Milchkühe etwas länger auf das Abmelken warten. Etwas relaxter als sonst nahmen wir noch einmal Platz zum Frühstücken bei selbst gemachten Köstlichkeiten der Wirtin und verließen das Tal, um die Bockhartscharte zu erreichen, den letzten Gipfel auf 2226m, dieser 3tägigen Wanderung. Nun mussten die Füße noch einmal lange abwärts laufen, quer durch wässrige Wiesen bis wir den Bockhartsee erreichten. Thomas Bruckners Freude, endlich sein Schwimmkönnen zu zeigen, endete nach rund 10 Metern im See, weil dieser von anfänglich angenehmen Temperaturen ein Stück weiter draußen enorm in den Keller fiel. Nach diesem kurzen Schwimmteil nahmen wir noch ein letzten Mal Platz in der Bockharthütte, um uns zu stärken. Danach mussten die bereits schwer angezählten Oberschenkel noch einmal den Abstieg bis zum Parkplatz aushalten. So wie jedes Jahr stiegen wieder alle Sportler unverletzt aber müde in den Bus, um die Heimfahrt anzutreten. Für nächstes Jahr wurde schon vorsorglich der 8.-9/10.8.2021 ausgemacht, damit unsere Sportlerfrauen in dieser Zeit nichts anderes einplanen. LC Erdpress. Ehre und Stärke.