WLC Asparn 026

Am Sonntagvormittag war es endlich wieder soweit gewesen: Der vom KFC mitorganisierte Draisinenlauf hatte stattgefunden. Eine wunderschöne Strecke hatte auf uns gewartet – landschaftlich ein Traum, läuferisch allerdings anspruchsvoll. Es war rauf und runter gegangen, wobei sich vor allem das rauf ziemlich hartnäckig in Erinnerung gehalten hatte. Denn das Ziel hatte oben bei der Alm gelegen. Aber das Schöne an diesem Lauf war: Wer sich hinaufgekämpft hatte, durfte danach mit der Draisine wieder hinunter zum Ausgangspunkt fahren.

Dass unsere Vorbereitung auf den Lauf nicht unbedingt sportwissenschaftlichen Empfehlungen entsprach, sollte sich am nächsten Morgen zeigen. Am Vorabend hatten wir nämlich mit unserem Kollegen Martin ausgiebig seinen runden Geburtstag gefeiert. Der Abend war lang, lustig und – sagen wir einmal – durchaus süffig. Entsprechend überschaubar war am nächsten Morgen die Zahl jener feiernden LCE-Mitglieder, die sich tatsächlich dem Draisinenlauf stellen wollten.

Und selbst bei diesem kleinen, aber tapferen Grüppchen (Agi und Kathi) war die Anreise nicht ganz ohne Schwierigkeiten verlaufen. Bei manchem hatte der Wettkampftag statt mit Frühstück und Aufwärmen mit einem Weckanruf begonnen: schnell raus aus dem Bett, ins Gewand gehüpft und statt Zähneputzen musste ein Kaugummi reichen. Erstaunlicherweise hatten wir es trotzdem rechtzeitig zum Start geschafft.

Dass an diesem Tag keine Bestzeiten fallen würden, war uns schnell klar gewesen. Zum Glück waren jedoch Angie, Andi, Flo und Marina vor Ort, die uns doch noch zu einem halbwegs passablen Tempo motivieren konnten. Agi hatte seinem Tempo sogar etwas Positives abgewinnen können: „Wenn man so langsam läuft, hat man ja richtig was von der schönen Landschaft.“

Trotz müder Körper erreichten wir gut die Alm, wo wir plaudernd die Siegerehrung abwarteten. Angelika und ich waren in der AK 40 erfolgreich, während Agi als Vierte knapp am Stockerl vorbeischrammte – vielleicht hatte sie doch etwas zu viel Landschaft genossen.

Nach ein paar Bieren und netten Gesprächen war es schließlich mit der Draisine zurück ins Tal gegangen. Und plötzlich war von unserem gemütlichen Tempo nichts mehr zu merken: Rasant waren wir bergab gedüst, stellenweise mit dem Gefühl, gleich samt Draisine abzuheben und zu fliegen. So war aus einem etwas müde begonnenen Sonntag wieder ein richtig schöner Draisinenlauf geworden.

Wie jedes Jahr hatten wir viel Spaß – wir kommen sicherlich wieder!